Informationen zum Rückbau und zur Erneuerung der Balkone

05. Aug 2026

Mit dieser Information möchten wir unsere Mitglieder und Mieter transparent über den aktuellen Baufortschritt und die Hintergründe der Maßnahmen informieren.

Sicherheit hat Vorrang 

Die Rückbauarbeiten der Balkone an den betroffenen Gebäuden in Ströbitz haben begonnen. Grundlage hierfür sind umfangreiche technische Untersuchungen und Gutachten, die ergeben haben, dass die bestehenden Balkonanlagen aus Sicherheitsgründen nicht weiter genutzt werden können. 

Diese Entscheidung ist der eG Wohnen nicht leicht gefallen. Uns ist bewusst, dass ein Balkon für viele Mieterinnen und Mieter ein wichtiger Bestandteil ihres Zuhauses und ihrer Wohnqualität ist. Die Sicherheit unserer Mitglieder und Mieter hat jedoch oberste Priorität. Deshalb bestand nach sorgfältiger Prüfung keine verantwortbare Alternative zum Rückbau. 

Häufige Fragen:

Warum werden die Balkone zurückgebaut?

Die vorhandenen Balkonanlagen weisen erhebliche bauliche Mängel auf. Die Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass eine weitere Nutzung nicht mehr verantwortet werden kann.

Eine einfache Sanierung der bestehenden Balkone ist technisch nicht möglich beziehungsweise wirtschaftlich nicht vertretbar. Daher werden die alten Balkone zurückgebaut und für die betroffenen Gebäude individuelle Lösungen für neue Balkonanlagen geprüft.

Aktueller Stand der Arbeiten

Seit dem 27. Juli 2026 laufen die Rückbauarbeiten der Balkone entlang der Berliner Straße. Begonnen wurde an der Kopfstraße. Die Arbeiten werden abschnittsweise in Richtung Innenstadt fortgesetzt. 

Nach dem Rückbau werden die Balkontüren vorübergehend mit Holztafeln gesichert. Diese dienen ausschließlich als Absturzsicherung, bis die weiteren Arbeiten an den Gebäuden abgeschlossen sind. 

Wie geht es an den Gebäuden weiter?

Nach Abschluss des Rückbaus wird das Gerüst unmittelbar an der Fassade für die nächsten Bauabschnitte neu aufgestellt. Die angebrachten Schutznetze waren zum Schutz des Gehwegbereiches vor herabfallenden Betonteilen vorgesehen. Durch die vorangestellten Rüstungen und die Sperrung des Gehweges während der Demontagearbeiten ist dies nicht mehr erforderlich. Insofern ist eine zusätzliche Sicherung durch Netze während der Standzeit der Rüstung und der Gehwegsperrung nicht erforderlich.

In den kommenden Wochen beginnen die Fassadenarbeiten. Dabei werden unter anderem die Fugen fachgerecht verschlossen und weitere Arbeiten an der Gebäudehülle ausgeführt. 

Im nächsten Schritt erhält jede ehemalige Balkontür ein fest installiertes Sicherheitsgeländer – vergleichbar mit einem französischen Fenster. Diese Absturzsicherung ermöglicht es den Bewohnerinnen und Bewohnern, die Balkontüren anschließend wieder vollständig zu öffnen und die Räume wie gewohnt zu lüften. 

Warum unterscheiden sich die genannten Kosten?

Im Zusammenhang mit den laufenden Baumaßnahmen erreichen uns Fragen zu den Investitionskosten. Deshalb möchten wir den Sachverhalt transparent erläutern.

Die in der Modernisierungsankündigung für die Hans-Sachs-Straße 11-14 ausgewiesenen Kosten stellen nicht die Gesamtkosten dieser Baumaßnahme für die Errichtung der neuen Balkone dar.

Sie enthalten ausschließlich die Kosten, die nach den gesetzlichen Vorgaben als umlagefähige Modernisierungskosten gegenüber den Mietern angekündigt und abgerechnet werden können. Bei der Hans-Sachs-Straße 11-14 sind das die Kosten für die Errichtung einer Dämmfassade.

Die tatsächlichen Gesamtkosten für die Balkonerneuerung setzen sich jedoch aus zahlreichen weiteren Leistungen zusammen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Rückbau der bestehenden Balkone,
  • Errichtung neuer Balkonanlagen,
  • statische Maßnahmen,
  • weitere Planungs- und Ingenieurleistungen,
  • Baustelleneinrichtung,
  • weitere Bau- und Nebenkosten.

Deshalb können die in einer Modernisierungsankündigung ausgewiesenen Kosten nicht mit den tatsächlichen Gesamtinvestitionen eines Bauprojekts gleichgesetzt werden.

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht diesen Unterschied:

Für die Baumaßnahme in der Hans-Sachs-Straße 11–14 werden in der Modernisierungsankündigung rund 255.000 Euro ausgewiesen. Dieser Betrag bezieht sich ausschließlich auf die umlagefähigen Fassadenarbeiten.

Die geplanten Gesamtinvestitionen für die 40 Wohnungen dieses Gebäudes belaufen sich hingegen auf rund 1,1 Millionen Euro. Darin enthalten sind neben den Fassadenarbeiten auch der Rückbau und die Errichtung neuer Balkone sowie sämtliche Planungs-, Bau- und Nebenkosten.

Transparenz schafft Vertrauen

Die eG Wohnen wird ihre Mitglieder und Mieterinnen und Mieter auch weiterhin transparent über den Fortgang der Maßnahmen informieren. Gerade bei umfangreichen Bauprojekten ist es uns wichtig, Entscheidungen nachvollziehbar zu erklären und Hintergründe offen darzustellen.

Unser Anspruch ist es, den Wohnungsbestand langfristig sicher, nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln und stets mit Blick auf die Interessen unserer Mitglieder und Mieter.


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